Das Bircher Müsli darf zur Zeit in keinem guten Frühstückslokal auf der Speisekarte fehlen und liegt wieder voll im Trend – zu Recht finden wir! Dabei hat das Müsli schon eine ziemlich lange Tradition.

Was früher eher als langweilige Diätspeise galt, landet heute in den verschiedensten Variationen und neu interpretiert auf unseren Frühstückstischen. Kein Wunder, denn das Power-Frühstück schmeckt nicht nur gut, sondern gibt dir auch richtig viel Energie für deinen Tag. 

Hier erfährst du alles rund um den Müsli-Klassiker. Wir erklären dir in diesem Beitrag, warum das Bircher Müsli so gesund ist, wie es entstanden ist, wie du dir das Müsli zuhause selbst zubereiten kannst und vieles mehr.

Was versteht man unter Bircher Müsli?

Hast du gewusst, dass Bircher Müsli nur aus vier Zutaten gemacht wird und ursprünglich als Abendessen gegessen wurde? – Das original Bircher Müsli besteht aus Haferflocken, Nüssen und Äpfeln, aufgeweicht in etwas Milch.

Entdeckt wurde diese einfache Mischung schon vor mehr als 120 Jahren von einem Schweizer Arzt namens Maximilian Bircher-Benner. Auf einer Almhütte soll er das Hafer-Gericht damals von der Sennerin serviert bekommen haben. 

Aufgrund der gesunden Wirkung hat Bircher-Benner es dann seinen Patientinnen und Patienten als Diätspeise empfohlen. Er selbst nannte die Müsli-Kreation einfach Apfeldiätspeise, oder einfach “d Spys”, was schweizerisch ist und so viel bedeutet wie “die Speise”.

Bircher Müsli früher und heute

Früher hat man das Bircher Müsli aber nicht wie heute üblich als Frühstück, sondern am Abend gegessen. Bircher-Benner wollte seinen Patientinnen und Patienten so eine ausgewogene Ernährung mit frischem Obst näher bringen.

Heute gibt es das Bircher Müsli in vielen verschiedenen Variationen und Geschmacksrichtungen. Immer neu interpretiert findet die Speise wieder zunehmende Beliebtheit und wird als Müsli-Klassiker am Frühstückstisch gerne gesehen. 

Bircher Müsli mit Beeren
Bircher Müsli gibt es heute in den unterschiedlichsten Variationen

Warum heißt das Bircher Müsli so?

Das Bircher Müsli hat seinen Namen seinem Entdecker Maximilian Oskar Bircher-Benner zu verdanken. Der Schweizer Arzt war zu seiner Zeit ein Vorreiter beim Thema Vollwerternährung. Dabei stehen frische und unbehandelte Lebensmittel sowie Lebensmittel aus Vollkorn im Vordergrund.

Wichtigster Bestandteil waren für ihn, als Vertreter vegetarischer Rohkosternährung, beim Müsli nicht die Haferflocken, sondern die mit Schale und Kerngehäuse geriebenen Äpfel.

Bircher Müsli selber machen

Das original Bircher Müsli, aber auch trendige Versionen des ursprünglichen Diät-Müslis kannst du zuhause ganz einfach selbst zubereiten. Hier findest du das traditionelle Bircher Müsli Rezept:

Für das Bircher Müsli (4 Portionen) benötigst du:

  • 16 EL Haferflocken
  • 600 ml Milch
  • 1 Zitrone
  • 4 Äpfel
  • 4 EL gerieben Haselnüsse

Und so gehts: 

Mit der Vorbereitung des Bircher Müslis musst du schon am Vortag beginnen. Es ist wichtig, dass du die Flocken über Nacht in einer Schüssel Wasser einweichst. Stelle sie am besten in den Kühlschrank, damit sie schön frisch bleiben. Am Morgen kannst du den Haferbrei aus dem Kühlschrank holen und die Milch unterrühren. 

Für das original Bircher Müsli muss der gesamte Apfel mit den Kernen und dem Kerngehäuse klein gerieben werden. Die Kernen kannst du aber auch einfach weglassen, wenn du möchtest.

Jetzt musst du nur mehr die geriebenen Äpfel und Haselnüsse mit dem Brei vermengen. Zum Schluss kommt noch ein kleiner Spritzer Zitronensaft dazu und schon kannst du dein original Bircher Müsli genießen.

Toppings und Variationen

Natürlich kannst du beim Rezept auch variieren und unterschiedliche Nuss- oder Obstsorten hinzufügen. Besonders gut eignen sich als Topping auch Trockenobst, Kokosraspeln oder verschiedene Samen wie Leinsamen oder Chiasamen. Probier am besten verschiedene Varianten aus und entscheide dich, was dir am besten schmeckt. Probier statt der Milch auch einmal Joghurt oder Fruchtsaft aus.

Für eine vegane Variante tausche die Milch einfach einfach gegen pflanzliche Milch aus. Du kannst verschiedene Pflanzendrinks einfach selber machen wie zum Beispiel Hafermilch, Mandelmilch oder Cashewmilch. Das bringt auch geschmacklich Abwechslung in dein Frühstück.

Wenn es einmal schnell gehen muss, kannst du auch zu Fertigmischungen, wie unserem Verival Bircher Urkorn Müsli greifen. Das kannst du entweder kalt oder warm zubereiten.

Für die kalte Variante am besten mit etwas Milch, Joghurt oder Topfen und frische Früchten vermischen. Als warmes Frühstück einfach Milch oder Wasser zum Kochen bringen und das Müsli darin für 10 Minuten ziehen lassen. Fertig! Bei Verival gibt’s das Müsli-Original übrigens auch Porridge-Variante.

Ist Bircher Müsli gesund?

Von der Tatsache, dass Bircher Müsli gesund ist, war zumindest schon sein Schweizer Erfinder Maximilian Bircher-Benner überzeugt. Aber ist das Frühstücksgericht wirklich so gesund wie man denkt? – Das kommt natürlich immer auf die Zutaten an, die man für das Müsli verwendet.

Wir nehmen einmal die Grundzutaten Haferflocken, Äpfel und Haselnüsse genauer unter die Lupe:

Haferflocken halten lange satt

Hafer ist nicht nur gesund, sondern wird regelrecht als Superfood gefeiert. In Form von Haferflocken gibt er dem Bircher Müsli seine Basis. Durch seinen hohen Ballaststoffgehalt hält der Hafer besonders lange satt. Deshalb sind Haferflocken auch zum Abnehmen empfehlenswert, weil der Hunger besonders lange gestillt und Heißhungerattacken somit vorgebeugt wird. 

Außerdem helfen Haferflocken bei Verdauungsproblemen und senken Blutdruck und Cholesterin. Diese Wirkung kommt von den im Hafer enthaltenen Beta-Glucanen (einer bestimmten Art von Ballaststoffen).

Außerdem soll durch den Verzehr von Haferflocken das Risiko für Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Herzkrankheiten reduziert werden. Hafer ist ein glutenarmes Getreide und wird deshalb auch von Menschen mit einer Glutenintoleranz meist gut vertragen.

Haferflocken sind die Basis für das Bircher Müsli

Äpfel liefern Vitamine und Energie

Nicht umsonst heißt es “An apple a day keeps the docotor away”. Tatsächlich enthält der Apfel eine Reihe gesunder Inhaltsstoffe wie Ballaststoffe, wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Unter anderem sind in Äpfeln Vitamin A, B1, B2, B6, E und C enthalten. Die meisten davon (rund 70%) befinden sich in der Schale, weshalb du diese auf keinen Fall weglassen solltest. 

Außerdem gilt der Apfel als Lieferant von Spurenelementen und Mineralstoffen wie Kalium, Phosphor, Kalzium und Magnesium. Wie auch die Haferflocken unterstützen Äpfel unsere Verdauung und helfen dabei, den Cholesterinspiegel zu senken. Der Fruchtzucker liefert dir zusätzlich schnelle Energie am Morgen.

Haselnüsse steigern die Konzentration

Auf den ersten Blick sind Haselnüsse wahre Kalorienbombem. Wenn man aber genauer hiensieht, entpuppen sich die in der Haselnuss enthaltenen Fette als sehr gesund. Es handelt sich nämlich um ungesättigte Fettsäuren und diese wirken sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus. 

Zudem sind die Nüsse besonders reich an Proteinen. Besonders für Vegetarier und Veganer sind sie der perfekte Eiweißlieferant. Das enthaltene Lecithin steigert außerdem die Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit. Die Haselnuss gilt deshalb als wahre Nervennahrung und verhilft unserem Gehirn schon am Morgen zu Höchstleistungen.

Die Haselnüsse im Bircher Müsli enthalten viel gesunde Fette

Wie viele Kalorien hat Bircher Müsli?

Wie viele Kalorien Bircher Müsli genau hat, ist nicht so einfach zu beantworten. Je nachdem, welche Zutaten du verwendest, ändern sich natürlich auch die Nährwerte, die in deinem Müsli enthalten sind. 

Unser Verival Bircher Urkorn Müsli enthält zum Beispiel pro 100g:

Brennwert in Kilojoule1570 kJ
Brennwert in Kilokalorien373 kcal
Fett7,6 g
davon gesättigte Fettsäuren0,9 g
Kohlenhydrate62 g
davon Zucker19 g
Ballaststoffe8,9 g
Eiweiß9,6 g
Salz0,10 g
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